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Aderlass

Aderlass
Der Aderlaß ist eine der ältesten und in der Antike am häufigsten angewandten Heilweisen, so alt wie die Geschichte der Heilkunst selbst. Schon Hippokrates (460-577 v.Chr.) gebrauchte den Aderlaß in seiner weisen Art, ein Hr. von Galen (131-200 n. Chr.) übte den Eingriff zum Wohl seiner Kranken aus. Die „Blutentziehung“ wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt.

Der Aderlass kann unter günstigen Umständen die Selbstreinigung des Blutes und der anderen Säfte fördern, kann unter Umständen die Zusammensetzung der örtlichen Nährmedien verbessern und eine flottere Gangart in den chemischen Austausch der einzelnen Körpergewebe bringen. Blutverluste fordern eine Leistungssteigerung der blutschöpferischen Zentren heraus und heben die Gerinnungsfähigkeit des Blutes wesentlich. Durch die Gewebsausschwemmung verändern sie normalisierend die Zurückhaltung körpereigener und ausspülend körperfremder Stoffe.

Es gibt kaum ein Krankheitsbild, das nicht lokale Stauungen, Verschlackungen und Mehrdurchblutungen als beherrschende oder wenigstens als begleitende Züge aufweist. Somit gibt es viele Erkrankungsbilder, bei denen die lokale oder allgemeine Blutentziehung allein oder als kräftige Unterstützung im Heilplan wegen der entlastenden, zerteilenden und ableitenden Wirkung anzuraten wäre.
Gerade auch bei akuten und chronischen Entzündungen kann der Aderlaß unter Umständen "herabschraubend", ausgleichend und entzündungshemmend einwirken. Die durch die Blutentziehung veranlaßte Reinigung der Säfte und ihre Erneuerung kann sich bei der Bekämpfung der Entzündungsvorgänge vorteilhaft auswirken.
Die Vorstellungsweise ist folgendermaßen: In schnellerer Strömung werden Toxine, Abbauprodukte, Verbrennungsschlacken und Ermüdungsgifte, unter deren Last die Funktionen des Körpers zu erlöschen drohen und die sich wie trüber Schlamm im Plasma abgesetzt haben, herausgeschwemmt und den natürlichen Ausscheidungswegen zugetragen.
Aus all diesem erklärt sich das breit gespannte Anwendungsfeld des Aderlasses von akuten und chronischen Krankheiten:
Hypertonie, Menstruationsstörungen, jede Form von Schmerzzuständen und Stoffwechselstörungen, Hautausschläge, Organentzündungen, psychische Veränderungen, Wechseljahresbeschwerden von Mann und Frau, Schilddrüsenerkrankungen, Fettsucht, Vollblütigkeit, Rheumatismus, Arthritiden, Herzleiden, Gallen- und Nierenbeckensteinbildungen, Alterskreislaufstörungen, Apoplexie und anderes mehr stellen eine mögliche und vielversprechende Anwendungsmöglichkeit für einen einmaligen oder wiederholten Aderlass dar.

Nach dem Aderlaß ist körperliche Schonung und Ruhe zu empfehlen. Am Folgetage bemerkt der Patient oft ein euphorisches und gehobenes Stimmungsgefühl, welches mit der positiven Umstimmungsreaktion im Körper einhergeht. Bei Bedarf kann der Aderlaß in wöchentlichen Intervallen bis zu drei- oder viermal wiederholt werden. Über dem 50. Lebensjahr ist ein Aderlaß einmal im Frühjahr und einmal im Herbst nur von Vorteil und dient der Gesunderhaltung von Körper, Seele und Geist.
Idealerweise wird der rote Aderlaß kombiniert mit einer Eigenbluteinspritzung. Das heißt, daß ein Tropfen von dem abgenommenen Blut vermischt wird mit einem homöopathischen Komplexmittel (z. B. Lymphomyosot, Zeel, Traumeel oder einem anderen Mittel) und zur Verbesserung der Stoffwechseleigenschaften in den Gesäßmuskel des Patienten wieder eingespritzt wird.

 

Dr. med. Markus Tebartz
Facharzt für Allgemeinmedizin
Schwerpunkt Naturheilverfahren
Akupunktur
Bildstock 25
88085 Langenargen
Telefon: 07543/93 87 88
Telefax: 07543/93 87 89
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Stand 12/ 2016